Impfarten, Schutzwirkung, Wissenswertes und Impfplan

Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen.SAMSUNG DIGITAL CAMERA

Alle geimpften können im Regelfall vor der Krankheit geschützt werden. Zudem können Krankheiten, die nur von Mensch zu Mensch übertragen werden (z.B. Polio, Hepatitis B, Masern, Keuchhusten) bei einer anhaltend hohen Durchimpfungsrate eliminiert werden.

Ich sehe es als meine ärztliche Verpflichtung an, für einen ausreichenden Impfschutz meiner Patienten zu sorgen, sofern ein verträglicher Impfstoff zur Verfügung steht, das Risiko einer Infektionsexposition besteht und keine Kontraindikationen bestehen.

Dazu gehört, dass die Grundimmunisierung bei Säuglingen und Kleinkindern rechtzeitig begonnen wird, nicht unnötig verzögert wird und zeitgerecht abgeschlossen wird.

Darüber hinaus ist es notwendig, den Impfschutz durch notwendige Auffrischungsimpfungen in jedem Lebensalter sicherzustellen.

Hier ein Überblick der wichtigsten Impfungen in Österreich

Impfung gegen Wissenswertes Impfempfehlung
Diphterie Diphterie ist eine schwerwiegende, infektiöse, fieberhaft-entzündliche Erkrankung der oberen Atemwege, in deren Verlauf es zur massiven Schädigung innerer Organe kommen kann Kinder im 3. und 5. Lebensmonat sowie im 12.-14. Monat Auffrischung im 7.-9. Lebensjahr und 18.-20. LebensjahrAuffrischung bei Erwachsenen:alle 10 JahreAb 60. Lebensjahr: alle 5 Jahre
Tetanus Tetanuserreger kommen weltweit vor und vermehren sich nur unter anaeroben Bedingungen. Sie befinden sich im Straßenschmutz, in Blumenerde ebenso wie in Ausscheidungen von Nutztieren. Da die Verbreitung des Erregers durch die Immunisierung der Bevölkerung nicht beeinflusst wird, ist die Impfung – unabhängig von der Durchimpfungsrate – für jeden anzuraten. Hier steht der Individualschutz im Vordergrund. Kinder im 3. und 5. Lebensmonat sowie im 12.-14. MonatAuffrischung im 7.-9. Lebensjahr und 18.-20. LebensjahrAuffrischung bei Erwachsenen:alle 10 JahreAb 60. Lebensjahr: alle 5 Jahre
FSME (Frühsommer-meningo-enzephalitis) (Frühsommermeningoenzephalitis) FSME ist eine durch Zecken übertragene, virale Infektionskrankheit mit Gehirn- und Gehirnhautentzündung. Die Durchimpfungsrate bei Personen ab dem 30. Lebensjahr immer noch unzureichend. Da in Österreich noch immer FSME-Fälle auch mit bleibenden Schäden und Todesfolge diagnostiziert werden, sind weitere Imfpungen notwendig. Grundimpfung im 13., 14., 20.-24. Lebensmonat, sowie im 5. Lebens-jahr, danach alle 5 JahreAb 60. Lebensjahr: alle 3 JahreSchnellimmunisierung:FSME Immun0; 14 Tage; nach 5-12 MonatenEncepur:0; 7; 21 Tage,1. Auffrischung nach 12-18 Monaten
Hepatitis A und B Hepatitis A und B ist eine Virusinfektion der Leber. Nach einem anfänglich milden Verlauf mit Übelkeit, leichtem Fieber, Muskel- und Gelenksschmerzen nimmt die Krankheit im weiteren Verlauf an Schwere zu und es kommt zu schweren Leberfunktionseinschränkungen. Ab dem 40. Lebensjahr muss mit Todesfällen gerechnet werden. Daher ist hier eine Impfung besonders sinnvoll. Grundimmunisierung Hepatitis A: zweimal im Abstand von 6 – 12 Monaten. Antikörperbestimmung alle 10 Jahre empfehlenswert. Impfung Hepatitis B im 3. und 5. Lebens-monat, sowie 12. Und 14. Monat. Auf-frischung im 7. Und 13. Lebensjahr. Hepatitis B Auffrischung alle 10 Jahre.
Pneumokokken Pneumokokken können bei Säuglingen und Kleinkindern Lungen- und Mittelohrentzündungen oder gar lebensbedrohliche Erkrankungen wie Sepsis oder Gehirnhautentzündung hervorrufen.Bei älteren Menschen verursachen Pneumokokken schwerwiegende Atemwegserkrankungen. Impfempfehlung bei Kindern im 3. Und 5. Lebensmonat und 12. – 14. Lebensmonat.Impfempfehlung bei Erwachsenen im 50. Und im 65. Lebensjahr einmalig.
Influenza Influenza-Infektionen sind schwere Atemwegs-erkrankungen, die besonders bei Menschen über 60 Jahren zu einer erheblichen Übersterblichkeit beitragen.In Österreich ist die Durchimpfungsrate noch viel zu gering – auch bei chronisch kranken Kindern. Jährliche Impfung wegen Veränderungen des Influenza-Virus notwendig.

 

zurück

Veröffentlicht unter Impfungen und Impfberatung